Die Michaelskirche im Martinsviertel

Michaelskirche

Gegenüber des Friedrich-Ebert-Platzes findet sich die evangelische Michaelskirche im Martinsviertel in Darmstadt.

Sie ist nach dem Erzengel Michael benannt.
(P.S. Der Erzengel Michael ist mein Namenspatron)

Der Turm und das eigentliche Kirchengebäude sind nur durch einen Gang miteinander verbunden. Während der Turm imposant und futuristisch  ausschaut, ist das eigentliche Kirchengebäude von außen für mich eher eine graue Maus.

Dafür liebe ich den Innenraum umso mehr. Die Wand hinter dem Altar ist aus wunderschönen Natursteinen grob gemauert und gibt dem modernen Bau ein Stück rustikale Natur zurück.

Kreuz Michaelsgemeinde

Rechts vom Altar ist vom Boden bis zur Decke eine Wand aus farbigem Glas. Bei hellem Sonnenlicht gibt diese farbige Wand dem Altarraum  ein wunderbares Licht und ist selbst wunderbar anzuschauen.

Diesen Effekt hat man nur im Innenraum, von außen ist die Wand aus farbigem Glas viel unscheinbarer. Ein Grund, sich das bei Gelegenheit (und bei Sonnenschein) einmal von innen anzuschauen.

Auf der linken Seite sind wunderbar gestaltete Kirchenfenster auf der gesamten Längsseite der Wand.

Das Gebäude selbst ist Ergebnis eines Architekturwettbewerbes. Es wurde 1958 bis 1960 erbaut und am 17. April 1960, einem Ostersonntag, eingeweiht.

Der ungewöhnliche Kirchturm ist in den Nächten in wechselnden Farben illuminiert.  Doch dies nicht zufällig, sondern der Turm erstrahlt in den liturgischen Farben des Kirchenjahres und diese sind im Lauf des Jahres unterschiedlich:

  • Violett steht für die Vorbereitungszeit auf hohe Christusfeste
    (Bußzeiten: Adventszeit vor Weihnachten, Passionszeit vor Ostern sowie der Buß- und Bettag)
  • Weiß für die hohen Christusfeste und ihre Festzeiten:
    Weihnachten und Sonntage nach dem Christfest
  • Rot für Pfingsten sowie für besondere Feste, die mit dem Wirken des Heiligen Geistes oder der Kirche an sich zu tun haben; auch für Gedenktage von Märtyrern, vorbildlichen Christen (Heilige) und Kirchenlehrern
  • Grün für ungeprägte Zeiten: Vorpassionszeit vor Aschermittwoch; ebenfalls am Erntedankfest.
  • Neben den vier Hauptfarben gibt es auch noch einige liturgische Nebenfarben.

Die Michaelskirche steht als typisches Beispiel für die Architektur der 1960er Jahre in Darmstadt unter Denkmalschutz.

2 Antworten auf „Die Michaelskirche im Martinsviertel“

  1. Danke für die schöne Erinnerung. Ich habe Kindergottesdienste, meine Konfirmation und mehrere fröhliche und traurige Gottesdienste dort erlebt. Ich glaube das letzte Mal dass ich in der Michaelskirche war ist gut 35 Jahre her.

    1. Ich freue mich über deine Resonanz.

      Ja die Kirche der eigenen Kindheit begleitet einen den Rest des eigenen Lebens.

      Oft kommt einem später auch die Kirche viel kleiner und enger vor, als man sie in Erinnerung hatte. Das liegt sicher daran, daß man früher als Kind auch viel kleiner war.

      Herzliche Grüße aus dem Watzeverdel in Darmstadt!

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