Bezahle, wann mer Geld hat, des is kah Kunst, awwer bezahle, wann mer kahns hat, des is e Kunst, liewer Mann, un die muß ich erscht noch lerne.

Da ist er geboren, in der  Elisabethenstraße 30 in Darmstadt: Ernst Elias Niebergall,  der Schöpfer des Datterich.

Ernst Elias Niebergall (* 13. Januar 1815 in Darmstadt; † 19. April 1843  ebenda) war ein deutscher Schriftsteller.

Niebergall ist das siebte Kind eines aus dem Thüringischen stammenden Musikers und dessen Darmstädter Ehefrau. Sein Vater arbeitete zunächst als fest angestellter Oboist für das Militär, dann am Darmstädter Hofe. Als 11-Jähriger wurde Ernst Elias Vollwaise, aber nicht mittellos.

Er studierte 1832–1835 Theologie an der Universität Gießen, wo er 1832/33 Mitglied der Alten Gießener Burschenschaft Germania und 1833 des Corps Palatia war.  Da jenes Corps damals „wegen verschwörerischer Umtriebe verboten“ und er in Untersuchungen verwickelt war, verzögerte sich sein Examen. Ohne Abschluss war er zunächst als Hauslehrer in Dieburg und später ab 1840 mit Examen in Darmstadt als Lehrer für Latein, Griechisch und Geschichte tätig.

Ob er den zur gleichen Zeit in der gleichen Region lebenden, ungleich berühmteren Georg Büchner gekannt hat, ist umstritten. Als Büchner vor der Obrigkeit nach Straßburg floh, zeichnete Niebergall einen Jakobiner auf einem Esel sitzend. Während der Reitende ein Papier mit der Marseillaise hochhält, pinkelt sein Reittier, eine deutliche Kommentierung des Zeichners.

In den Jahren 1837–1841 veröffentlichte Niebergall unter den Pseudonymen Ernst Streff, E. Streff oder E. St. vor allem in der Didaskalia, der Unterhaltungsbeilage des Frankfurter Journals, kleine Erzählungen.

Sein in südhessischem Dialekt geschriebenes Schauspiel Datterich (1841) wird als Darmstädter Posse noch heute gern aufgeführt. Am bekanntesten ist eine Fernsehfassung mit Joseph Offenbach in der Hauptrolle. Niebergall erlebte die Uraufführung seines Stückes nicht mehr; denn sie fand erst 1862 in Bessungen statt.

Mit nur 28 Jahren gestorben, wurde Niebergall auf dem Alten Friedhof Darmstadt bestattet (Grabstelle: I H 58).

Der Titel dieses Beitrages stammt aus dem Theaterstück Datterich und lautet -für die Nicht-Darmstädter- in einer Übersetzung:

„Bezahlen wenn man Geld hat, das ist keine Kunst, aber bezahlen, wenn man kein Geld hat, ist eine Kunst, lieber Mann,  und die muss ich erst noch erlernen“

Bezahle, wann mer Geld hat, des is kah Kunst, awwer bezahle, wann mer kahns hat, des is e Kunst, liewer Mann, un die muß ich erscht noch lerne.

Der Textbeitrag stammt in Auszügen aus Wikipedia Der freien Enzyklopädie.

Das Thema Datterich werde ich in einem weiteren Beitrag noch einmal thematisieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.