Toilettengeschichten VII

Einen besseren Namen wie „Happy End“  für die letzte Station der Verdauung einer Mahlzeit kann man sicherlich kaum finden.

Menschen setzen unterschiedliche Schwerpunkte bei ihrer Ernährung.

Es gibt Veganer (überhaupt nichts tierisches), Vegetarier (nur kein Fleisch), Ovo-Lakto-Vegetarier (kein Fleisch und kein Fisch), Lakto-Vegetarier (kein Fleisch, kein Fisch und keine Eier), Ovo-Vegetarier (kein Fleisch, kein Fisch und keine Milch- und Milchprodukte), Pescetarier (Fisch, aber kein Fleisch), Frutarier (wollen keine Pflanzen schädigen und essen Fallobst und Nüsse) und zu guter Letzt Flexitarier (Gelegenheitsvegetarier, die Wert auf gesundes Essen legen aber ab und zu auch mal Fleisch oder Fisch essen) und natürlich gibt es auch Menschen die wie ich zum Rest, nämlich der Gruppe der Allesfresser gehören.

Es besteht ein ewiger Konflikt zwischen diesen Gruppen, der teilweise schon militant geführt wird.

Ich träumte jüngst, dass ich bei der Fernsehsendung „Das perfekte Dinner“ in der sich fünf fremde Menschen gegenseitig bekochen und sich dann bewerten,  als Gastgeber mitgemacht habe und dass von den fünf Beteiligten jeder einer anderen Gruppe der oben genannten Einteilung angehörte und der fünfte zusätzlich noch eine Lactoseintoleranz hatte.  Ich bin schweißgebadet aufgewacht und habe mir einen Kaffee gemacht, weil ich auf keinen Fall wieder einschlafen und weiter träumen wollte.

All diesen Menschen ist aber gemein, dass die Speisen, die sie zu sich genommen haben, irgendwann den Weg aller Speisen gehen und sie Ihnen als  Wirt auf Zeit im wahrsten Sinne des Wortes den Rücken kehren.

Hat denn der Name „Happy End“ auf dem Toilettenpapier dann nicht etwas versöhnliches und lässt auf die friedliche Koexistenz  aller Menschen hoffen?

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