Das Max-Rieger-Heim in Darmstadt wird geschlossen?

Max-Rieger-Heim
Hier ein Bild von der Kirchturmspitze der Martinskirche  auf das Max-Rieger-Heim in Darmstadt.

Derzeit ist große Aufregung im Martinsviertel. Die Stadt Darmstadt will ab 2020 die finanzielle Beteiligung am Max-Rieger-Heim und der Spiel- und Bewegungshalle Baas einstellen, da sie den Bedarf im Martinsviertel u.a. durch das derzeit neu errichtete Internationale Kinder- und Jugendzentrum in der Pankratiusstraße gedeckt sieht. Ob und wie die Ev. Martinsgemeinde die finanzielle Last alleine tragen kann, steht in den Sternen geschrieben.

Auch ich war in meiner Jugend Gast im Max-Rieger-Heim, ein Jugendhaus der offenen Tür. Es war damals wie auch heute ein Treffpunkt für viele Kinder und Jugendliche. Einige der Freundschaft und Kontakte, die ich damals gemacht habe, wirken bis heute fort.

Zu meiner Zeit wurde das Haus von Martha und Armin Derowski geleitet, und ich habe dort viele Dinge machen können, die mir sonst verschlossen geblieben wären: Marionettenstudio,   Fotolabor, Film- und Video AG, Emaillieren, Tanzkurs, Disco und eine ganze Menge mehr.

Und das Lustige an der Geschichte ist, dass inzwischen meine Tochter gerne bei den Ferienspielen ins Max-Rieger-Heim geht.

Die Fotografie wurde in den 80er Jahren von mir gemacht. Die Martinskirche war wegen einer Außenrenovierung eingerüstet, so eine Gelegenheit kommt nur einmal im Leben vor. So habe ich verbotenerweise das Gerüst von außen bestiegen, um ein paar ungewöhnliche Aufnahmen vom Martinsviertel zu machen.

Mit dem Wetterhahn auf Augenhöhe hat man einen unglaublichen Blick über die Stadt.  Am Umfeld des Max-Rieger-Heims kann man erkennen, was sich inzwischen alles verändert hat. Die Garagen sind abgerissen, sie wurden durch einen Neubau ersetzt und die Heinheimer Straße hat einen Radfahrweg bekommen.

Ich hoffe, dass es eine Lösung gibt, die den Erhalt und die Finanzierung sicher stellt. Ein Teil meiner Verbundenheit und Identität mit Darmstadt und dem Martinsviertel habe ich auch dem damaligen Angebot des Max-Rieger-Heimes zu danken. Ich wünsche, dass auch künftige Generation hier weiterhin eine Heimat finden.

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