Besuch im Voodoo Museum in New Orleans

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Hier ein Blick auf einen Voodoo Altar in einem Voodoo Museum in New Orleans (vor dem großen Hochwasser).

Wir haben bei einer Reise in die Südstaaten der USA dieses Museum besucht.

Wir wurden von einer fülligen dunkelhäutigen Dame durch das Haus geführt. Die Führerin war durch ihr Auftreten und ihre Sprache unheimlich und okkult. Manchmal flüsterte sie nur und blickte sich immer wieder um, als wollte sie vermeiden, das böse Mächte hören, was sie gerade gesagt hat.

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Das Museum war eine Mischung vieler Gegenstände aus allen Religionen und Kulturkreisen. Diese erschienen mir teilweise kitschig und kindlich naiv. Meine Fotos erläutern, was ich damit meine.

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Sehr beeindruckt hat mich, was unsere Führerin zum Thema „Verfluchen seiner Feinde“ gesagt hat:
“ An der Hand,  mit dessen  Zeigefinger du auf einen Menschen zeigst, um ihn zu verfluchen, gibt es noch vier Finger, die auf Dich selbst zeigen. Jeder Fluch gegen einen Menschen wirkt also vielfach auf Dich zurück!“

An diesen Satz denke ich heute noch oft zurück und -nur- deshalb mäßige ich mich auch beim Verfluchen von Menschen.

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Hier ein paar ergänzende Informationen aus Wikipedia:

Voodoo stellt gleichwohl eine synkretistische Religion aus vielfältigen afrikanischen, islamischen, katholischen und auch indianischen Elementen dar, die sich in Folge aus Herkunft und Geschichte der Sklaven in Westindien ergab: Aus ihren afrikanischen Dorfgemeinschaften gerissen und zur Arbeit für die Kolonialisten und zum christlichen Glauben gezwungen, versuchten einige der Sklaven, ihre ursprüngliche Religion und die Hoffnung und Identität, die sie mit ihr verbanden, fortzuführen. So stehen etwa Bilder katholischer Heiliger im Voodoo oftmals als Stellvertreter für afrikanische Geistwesen mit ähnlichen Eigenschaften oder ähnlichem Symbolgehalt.

Voodoo kennt nur einen Gott, dieser wird französisch Bondieu („Guter Gott“), davon abgeleitet kreolisch Bondye genannt. Da Bondieu allerdings so gewaltig ist, dass der Gläubige sich nicht direkt an ihn wenden kann, gibt es die Loa als Vermittler. Bei den Loa handelt es sich um göttliche Geistwesen, in deren Macht es steht, Dinge zu verändern. Für den Voodoo-Gläubigen sind die Loa Racine, die Familien-Loa, deren Anbetung innerhalb der Familie schon seit Generationen stattfindet, dabei die wichtigsten Ansprechpartner.

Wegen der christlichen Einflüsse unterscheidet sich der nordamerikanische und karibische Voodoo jedoch von seinem afrikanischen Ursprungsglauben. Viele der Einwohner Haitis bekennen sich neben dem Glauben ihrer Vorfahren auch gleichzeitig zum Christentum und bringen katholische Traditionen in ihre Riten ein. In Afrika fließen Elemente des Islam in den Voodoo ein, umgekehrt lassen sich Geisterkulte des Voodoo im afrikanischen Volksislam finden.

Voodoo in den USA und in Kanada

Heute finden sich vor allem in New Orleans, Miami und Montreal Anhänger von Voodoo-Kulten.  Da der Voodoo hier vor allem von karibischen Migranten praktiziert wird, beziehen sich auch die Inhalte des Glaubens und der Praxis auf den Migrationskontext, d. h. die Alltagsthemen und Bedürfnisse von Migranten.

Immer wieder wird Voodoo mit schwarzer Magie assoziiert. Genährt wurden diese Vorstellungen durch die Praktiken des Totenkults und den Glauben an die Wiederbelebung längst Verstorbener (Nekromantie). Als gefährlichster Geist wird die weibliche Loa Marinette angesehen.

Menschenopfer waren und sind kein Bestandteil des Voodooglaubens. Es werden aber Rituale praktiziert, bei denen Tiere geopfert werden. Diese Tieropfer dienen einerseits der spirituellen Ernährung der Loa, andererseits der Ernährung der Gläubigen. Es handelt sich demnach um rituelle Schlachtungen.

Wie in anderen Kulturen und Religionen kann es vorkommen, dass Priester und Gläubige des Voodoo ihre vermeintlichen Kräfte für Schadzauber einzusetzen versuchen. Priester und Anhänger des Voodooglaubens, die solche Praktiken ausüben, werden Bocore genannt. Im Gegensatz dazu steht der Houngan, ein Voodoo-Priester, der solche Praktiken ablehnt, wenn aus seiner Sicht kein moralisch angemessener Grund besteht. Bei Priesterinnen wird dieser begriffliche Unterschied meist nicht gemacht; sie werden stets als Mambos bezeichnet.

Voodoo-Puppen

Ein bekannter, aber meist übertrieben dargestellter Brauch ist das Herstellen von Voodoo-Puppen, die oft einem bestimmten Menschen nachgebildet sind. Manchmal wird auch ein Foto auf den Kopf der Puppe aufgeklebt. Durch das Stechen in die Puppe oder durch das Durchbohren mit Nadeln sollen dem Betroffenen Schmerzen zugefügt werden. Seltener als zum Schadenszauber werden Voodoo-Puppen aber zum Heilen von Kranken benutzt. Dieser Analogiezauber wurde ursprünglich von Priestern in Haiti verwendet.

Missbrauch

Die Voodoo-Religion wurde in der Vergangenheit vorsätzlich für religionsfremde Zwecke missbraucht, insbesondere als Mittel zur Einschüchterung und Bedrohung.

Auszug aus der Seite „Voodoo“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Voodoo&oldid=183903855

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