Vom sparsamen Umgang mit Firmeneigentum

Gummifinger

So ein Gummifinger (auch Blattwender genannt), kann einem bei sachgerechter Reparatur viele Jahre treue Dienste leisten.

Einen Gummifinger braucht man, wenn man Hunderte von Blättern wenden, sortieren, verteilen falzen oder falten muss.

Irgendwann ist die Spucke dann alle, mit der man die Finger bei dem trocknen Papier ablecken muss, damit man es überhaupt noch greifen kann. Hier hilft einem der Gummifinger oder auch Blattwender aus der Not.

Aber, der  Gummifinger hat eine  eingebaute Sollbruchstelle, an der diese immer kaputt gehen. Aber man kann der eingebauten Obsoleszenz ein Schnippchen schlagen.

Obsoleszenz ist in der Wirtschaft und insbesondere in der Industrie das natürliche oder bewusst durch die Hersteller herbeigeführte Veralten von Produkten oder auch die Veraltung von Wissen“ (Quelle Wikipedia).

Durch die qualifizierte Verstärkung der Sollbruchstelle schenkt man dem Objekt noch viele glückliche Nutzungsjahre. Ein praktisches Beispiel aus meinem beruflichen Umfeld habe ich hier als Foto eingestellt. Der hier abgebildete Gummifinger begleitet mich jetzt schon 48 Berufsjahre, ein Ende ist nicht abzusehen.

Ich erwäge den Gummfinger bei meiner Verabschiedung in den Ruhestand im Rahmen einer kleinen Feierstunde meinem Nachfolger zu übergeben. Ich denke, dass dieser durch diese Geste tief gerührt sein wird und mein Gummfinger in hohen Ehren halten wird.

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