Eingang zur Hölle?

Eingang zur Höhle

Ich habe ihn entdeckt, den Eingang zur Hölle.

Nur behelfsmäßig gesichert, können die vorbeigehenden Passanten die Schreie und Pein der Bösen und das schadenfrohe Lachen der quälenden Teufel vernehmen.

Die Passanten nehmen sich daraufhin gleich mehrere guten Taten vor und fahren ihr Auto sofort aus dem Halteverbot.

Das Thema Hölle wird auch intensiv in Wikipedia behandelt:

Die Hölle ist nach traditionellen Vorstellungen des Christentums ein Ort der Qual, an welchen Übeltäter nach dem Tod gelangen, bevölkert von Dämonen und dem Teufel.

In modernen christlichen Glaubenslehren ist diese Vorstellung allerdings in verschiedener Weise modifiziert oder auch ganz fallen gelassen worden.  Andere Religionen und Kulturen hatten bzw. haben teilweise ähnliche Vorstellungen eines jenseitigen unwirtlichen Ortes der Verdammnis.

Im Christentum wird die Existenz einer Hölle gelehrt. Dabei gibt es viele unterschiedliche Vorstellungen, was damit gemeint sei.

Traditionell ist sie ein Ort ewiger Verdammnis, an den die Seelen der Missetäter nach dem Jüngsten Gericht gelangen.

Sie steht im Gegensatz zu einem Ort absoluter Glückseligkeit (Paradies, ewiges Leben, Himmel).

Das Purgatorium (Fegefeuer) nimmt als ein Ort der Läuterung eine Zwischenstellung ein.

In den Texten des Neuen Testament spricht Jesus Christus von einem Ort der Verdammnis, wenn er etwa vor Feuer warnt, vor der Finsternis, in der Heulen und Zähneklappern herrschen und vor dem Tag des Gerichtes .

Das Christentum sieht sich andererseits als Erlösungsreligion, nach der die der Sünde und dem Tod verfallenen Menschen durch den Sühnetod und die Auferstehung Jesu Christi gerettet werden. Im Lehren und Wirken Jesu und der Apostel wird verkündet, dass Christus gekommen sei, um alle Menschen zu erlösen

Die Offenbarung des Johannes erwähnt das Gericht über alle Toten. Dem „Feuersee“ werden, nachdem alle nach ihren Werken gerichtet wurden, letztlich „der Tod und die Unterwelt“ übergeben.

Die Hölle wird in der christlichen Ikonographie häufig als Höllenrachen, als lodernder Flammenort und Höllenberg dargestellt. Darstellungen der orthodoxen Kirchen kennen auch den Feuerfluss.

Manche frühen Theologen wie etwa Origenes (185–254) lehrten die Allaussöhnung, das heißt die Rückkehr aller Geschöpfe zu Gott, was auch von einigen Kirchenvätern des vierten und fünften Jahrhunderts aufgenommen wurde.

Im XVII. Artikel des Augsburgischen Bekenntnisses von 1530 formulierte die evangelisch-lutherische Kirche:

„Auch wird gelehrt, dass unser Herr Jesus Christus am jüngsten Tage kommen wird, zu richten, und alle Toten auferwecken, den Gläubigen und Auserwählten ewiges Leben und ewige Freude geben, die gottlosen Menschen aber und die Teufel in die Hölle und ewige Strafe verdammen. Derhalben werden die Wiedertäufer verworfen, so lehren, dass die Teufel und verdammten Menschen nicht ewige Pein und Qual haben werden.“

Seit dem Zeitalter der Aufklärung bis in die Gegenwart wird die Hölle als angstauslösende Vorstellungswelt kritisiert bzw. verworfen, die für weltliche Zwecke oder zur Unterwerfung der Gläubigen eingesetzt worden sei – mit Hilfe ihrer Furcht vor dem Tod und dem, was danach kommt. Bezeichnend ist der Satz, „die erfunden werden müsste, wenn es sie nicht gäbe“

Die Menschen des 20. und 21. Jahrhunderts mit seiner rasanten Weiterentwicklung wissenschaftlicher Forschung und deren Ergebnissen lösen sich von hergebrachten religiösen Vorstellungen und beginnen, Lösungsansätze für die „Hölle auf Erden“ zu suchen.

In den orthodoxen Kirchen werden Himmel und Hölle nicht als zwei verschiedene Orte, sondern als verschiedene Zustände gesehen, die derselben ungeschaffenen Quelle entsprängen und je nach den inneren Voraussetzungen des einzelnen Menschen als zwei unterschiedliche Erfahrungen erlebt würden.

Die Lehre der katholischen Kirche besagt, dass es eine Hölle gibt und diese ewig dauert.

Die katholische Kirche versteht den Begriff Hölle als den selbstverschuldeten endgültigen Ausschluss eines Menschen aus der Gemeinschaft mit Gott, also die Erfahrung letzter Sinnlosigkeit („Ferne von Gott“).

So etwa Papst Johannes Paul II. Nichtchristen guten Willens kommen nach katholischer Lehre nicht in die Hölle

„In Todsünde sterben, ohne diese bereut zu haben und ohne die barmherzige Liebe Gottes anzunehmen, bedeutet, durch eigenen freien Entschluß für immer von ihm getrennt zu bleiben. Diesen Zustand der endgültigen Selbstausschließung aus der Gemeinschaft mit Gott und den Seligen nennt man ‚Hölle‘.“

Hans Küng schließt sich der Position von Gisbert Greshake an:

Die Hölle sei kein bestimmter Ort und keine bestimmte Zeit, sondern gemeint sei der Moment der Begegnung eines sterbenden Menschen mit Gott. In diesem Moment begegne der unfertige und unvollkommene Mensch dem heiligen, unendlichen, liebevollen Gott. Diese Begegnung sei zutiefst beschämend, schmerzhaft und deswegen reinigend. Das Wort Fegefeuer sei eine falsche Übersetzung des lateinischen Wortes purgatorium (Reinigung).

Moderne evangelische Theologen vertreten oftmals ebenfalls diese Position. Ähnlich sieht das – im Anschluss an Rudolf Bultmanns Darstellung, wonach Jesus die Höllen-Drohworte erst nach seinem Tod in den Mund gelegt worden seien – die katholische Theologin Uta Ranke-Heinemann.

In der derzeitigen theologischen Hauptrichtung wird auch gegen die Angstdrohung einer Strafe oder der Verdammnis Position bezogen, weil sie nicht mit Aussagen der Bibel oder mit den Eigenschaften Gottes wie Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit vereinbar sei.

Nach dieser Anschauung verkünde das Neue Testament statt wie auch immer gearteter Höllenqualen die frohe Botschaft der Versöhnung aller oder zumindest der meisten Menschen mit Gott.

Andere Theologen wiederum meinen, es sei nicht vertretbar, die Existenz einer Hölle zu leugnen. Sie müsse ebenso gelehrt werden wie die Möglichkeit des Menschen, durch Hinwendung zu Jesus Christus gerettet zu werden.

In dieser Tradition steht auch die Aussage des emeritierten Papstes Benedikt XVI., der 2007 in seinem stark beachteten Jesusbuch sagte, dass Jesus Christus gekommen sei, um uns zu sagen, dass er uns alle im Paradies haben wolle.

Die Hölle, von der man in unserer Zeit so wenig spräche, existiere und sei ewig für jene, die ihre Augen vor Jesu Liebe verschlössen.

Bereits in seinem Buch Einführung in das Christentum aus dem Jahr 1968 befasste sich Ratzinger mit der christlichen Definition des Begriffes Hölle als Ort der Einsamkeit, an den keine Liebe mehr dringen kann.

In der ökumenischen Fassung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses von 1971 wurden die Worte der lateinischen Fassung „descendit ad inferos“, die Luther mit ‚niedergefahren zur Hölle‘ übertragen hatte, ersetzt durch ‚hinabgestiegen in das Reich des Todes‘.

Neben der Höllenlehre werden seit Beginn des Christentums auch zwei andere theologische Denkschulen vertreten. Dies sind die Auslegungen der Allaussöhnung (Gott führt alle Menschen zu sich) und des Annihilationismus (Ungläubige werden vernichtet).

Soweit Wikipedia. Wer mehr darüber wissen mag, findet hier den Link zu Wikipedia

P.S. Den Eingang zur Hölle habe ich in Hungen-Villingen in Mittelhessen entdeckt. Wir sind also weit entfernt und in relativer Sicherheit.

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